Kennen Sie das Problem?
- Batterie gerade eingesetzt und schon leer
- Fehlermeldung der Digital-Kamera bei nagelneuen Batterien
- Akkutaschenlampe im Auto leer, wenn man sie mal braucht
Akku oder Batterie?
Immer mehr Geräte sind mit einer mobilen Stromversorgung ausgerüstet.
Die Industrie hat sich auf diese Situation eingestellt und eine Reihe von
Stromversorgungselementen entwickelt. Leider sind Zellen mit gleicher Bauform
im Handel, die nicht alle für eine bestimmte Anwendung geeignet sind.
Was wird angeboten?
Zunächst unterscheiden wir zwischen Primärelementen, die für
den einmaligen Gebrauch gedacht sind und den wiederaufladbaren Akkumulatoren.
Die Primärelemente, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Batterien
bezeichnet werden, sind nach dem Erwerb sofort einsetzbar. Sie geben Ihre
Leistung solange ab, bis sie verbraucht sind und müssen dann entsorgt
werden.
Frisch gekaufte Akkumulatoren haben nur eine kleine Restleistung und müssen
erst geladen werden. Sie sind dann aber immer wieder aufladbar, bis zu 1000mal.
Primärelemente
Fast alle Hersteller produzieren bei den Standardbatterien zwei Sorten:
1. Zink-Kohle-Batterien
Diese Zellen sind zwar preiswert, haben aber auch wenig Energie. Man erkennt
sie an der Beschriftung R6, R14, R20, usw. Sie sind bestenfalls für kurzzeitige
Anwendungen in einer Taschenlampe oder in Geräten mit geringem Stromverbrauch
geeignet. Auch wenn die jetzt gehandelten Zellen nicht mehr so schnell auslaufen
wie früher, sollte man sie trotzdem sofort entnehmen, wenn sie verbraucht
sind.
2. Alkali-Batterien
Für die meisten Anwendungen ist nur diese Zelle geeignet. Beschriftet
mit LR6, LR14, LR20, usw. sind sie vier bis fünf mal so Leistungsfähig
wie Zink-Kohle-Batterien. Außerdem können Alkali-Batterien kurzzeitig
sehr hohe Ströme zur Verfügung stellen. Manche Geräte, wie
z.B. Blutdruckmesser und digitale Fotoapparate sind darauf angewiesen. Alkali-Batterien
sind relativ auslaufsicher und lange lagerfähig.
Nicht unwichtig: Durch die hohe Leistungsfähigkeit sparen Sie trotz
eines höheren Kaufpreises bis zu 50%.
Akkumulatoren
Sie werden oft in der gleichen Bauform wie Batterien angeboten, unterscheiden
sich aber erheblich in Aufbau und Funktionsweise von diesen. Erkennen kann
man fast alle Akkus an dem Aufdruck "rechargeable" (wiederaufladbar). Geladene
Akkumulatoren können nicht lange gelagert werden. Sie haben schon nach
wenigen Wochen einen großen Teil ihrer Ladung "selbst verbraucht".
Akkus sind nur für Geräte geeignet, in denen Sie sonst mindestens
ein mal pro Monat die Batterien wechseln müßten. Einige Geräte
haben auch Probleme mit der niedrigeren Klemmspannug (1,2 statt 1,5 Volt
bei der Einzelzelle). Akkus sind auch für höhere Strombelastungen
geeignet. Obwohl die neueren Nickel-Metall-Hydrid Akkus (NiMH) nicht mehr
so empfindlich sind wie die Nickel-Cadmium Akkus (NiCd), sollte man Akkus
erst wieder nachladen, wenn sie vollständig entladen sind.
Verwenden Sie keine Batterien in Geräten, die für Akkubetrieb
konstruiert wurden, wie z.B. Telefonhandgeräte!
Meine Tipps für Sie:
- Verwenden Sie Batterien für Fernbedienungen und Uhren.
Wenn Sie Alkali-Batterien einsetzen, brauchen Sie die Zellen oft erst nach vier Jahren zu ersetzen.
- In die Taschenlampe für den Urlaub, die nur einige Male in wenigen Wochen genutzt wird, können Kohle-Zink-Batterien (anschließend gleich wieder rausnehmen) oder vorhandene Akkus (nicht extra dafür kaufen!) eingesetzt werden.
Soll die Taschenlampe längere Zeit im Auto bleiben, nur Alkali-Batterien verwenden. Akkus wären leer, wenn die Taschenlampe wirklich mal benötigt wird und Kohle-Zink-Zellen schon längst ausgelaufen.
- In das schnurlose Telefon kommen Akkus. Verwenden Sie hier unter keinen Umständen Batterien!
- Für Discman, Walkman und Digital-Kameras sind am besten Akkus geeignet.
Unterwegs sollte man auch ein Satz Alkali-Batterien dabei haben.
Sie sehen also: Batterie ist nicht gleich Batterie! Einige Geräte können durch falsche Zellen sogar unbrauchbar werden. Ihr Fachhändler kann Sie vor einem Fehlkauf bewahren. Reden Sie mit ihm!